โEin offener und regelbasierter Wettbewerb ist das konstitutive Element einer erfolgreichen und sozialen Marktwirtschaft. Er schafft Grundlage fรผr Innovation und Wachstum, indem er Machtkonzentration und Erstarrung reduziert sowie Verbraucher und Wettbewerber vor unfairen Praktiken schรผtzt. Er bringt Leistungen hervor, die Wohlstand sichern und deren Besteuerung sozialen Ausgleich ermรถglicht. Der Jurist Franz Bรถhm, einer der geistigen Wegbereiter der Sozialen Marktwirtschaft, bezeichnete den Wettbewerb daher als โdas genialste Entmachtungsinstrument der Geschichteโ
(aus: Wettbewerb als geniales Entmachtungsinstrument โ In Gedenken an Prof. Dr. Heike Schweitzer, LL.M. (Yale) Mittwoch, 11. Juni 2025 โ Deutscher Bundestag, Berlin;ย Beginn des Einladungstextes.)
Leider lรคsst sich feststellen, dass vielfรคltig das Denken in den wohlstandsschaffenden Strukturen einer Sozialen Marktwirtschaft verloren gegangen ist.
In weiten Teilen unseres Staates wird die Freiheit zunehmend eingeschrรคnkt. Staatliche Regulierungen greifen immer tiefer auch in unternehmerische Entscheidungen ein, politische Zielvorgaben ersetzen vielfach eine marktwirtschaftliche Logik. Was oft gut gemeint ist, fรผhrt in der Praxis nicht selten zu wachsender Bรผrokratie und zu einer spรผrbaren Belastung fรผr alle Bรผrger und von Unternehmen. Die Konsequenzen sind unรผbersehbar: Nachlassende Dynamik, sinkende Wettbewerbsfรคhigkeit und ein schwindendes Vertrauen in die wirtschaftspolitische Steuerungsfรคhigkeit unseres Staates,ย somit auch in die Soziale Marktwirtschaft und sogar unsere demokratische Ordnung insgesamt.
Wir sollten uns jedoch nicht Bange machen. Wenn wir wieder verstรคrkt auf den Pfad der Sozialen Marktwirtschaft zurรผck finden, Wohlstand und Freiheit nicht als Selbstverstรคndlichkeit betrachten, besteht Anlass fรผr einen begrรผndeten Optimismus auf eine gute wirtschaftliche Zukunft und die Bewรคltigung der Probleme in zahlreichen Bereichen. Dies wird umso leichter gelingen, wenn auch wieder vermehrt Politiker โ in fรผhrenden Positionen โ mit den Ideen Erhards und dem Mut zum kraftvollen Handeln, mitbestimmen.
Wir sollten uns in unserem Handeln stรคndig an die Aussage von Mรผller-Armack erinnern, dass
โ๐๐ฒ๐ฟ ๐ฆ๐ถ๐ป๐ป ๐ฑ๐ฒ๐ฟ ๐ฆ๐ผ๐๐ถ๐ฎ๐น๐ฒ๐ป ๐ ๐ฎ๐ฟ๐ธ๐๐๐ถ๐ฟ๐๐๐ฐ๐ต๐ฎ๐ณ๐ ๐ฑ๐ฎ๐ฟ๐ถ๐ป ๐น๐ถ๐ฒ๐ด๐, ๐ฑ๐ฎ๐ ๐ฃ๐ฟ๐ถ๐ป๐๐ถ๐ฝ ๐ฑ๐ฒ๐ฟ ๐๐ฟ๐ฒ๐ถ๐ต๐ฒ๐ถ๐ ๐ฑ๐ฒ๐ ๐ ๐ฎ๐ฟ๐ธ๐๐ฒ๐ ๐บ๐ถ๐ ๐ฑ๐ฒ๐บ ๐ฑ๐ฒ๐ ๐๐ผ๐๐ถ๐ฎ๐น๐ฒ๐ป ๐๐๐๐ด๐น๐ฒ๐ถ๐ฐ๐ต๐ ๐๐ ๐๐ฒ๐ฟ๐ฏ๐ถ๐ป๐ฑ๐ฒ๐ป.โ
Ich wรผnsche friedliche und besinnliche Feiertage im Kreis der Familien und Freunde. Mรถgen zudem alle Wรผnsche fรผr das Neue Jahr 2026 in Erfรผllung gehen.
Ihr Prof. Dr. Rรผdiger Sterzenbach



