Die im Anhang erfasste Rede stammt von Kurt Biedenkopf und wurde 1976 beim Wahlparteitag der Christlich-Soziale Union im Mรผnchner Hofbrรคuhaus, Mรผnchen, gehalten.
Biedenkopf war damals Generalsekretรคr der Christlich Demokratische Union Deutschlands. Auf dem Podium standen zuvor u. a. Franz Josef Strauร, Helmut Kohl und Karl Carstens.
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Die Rede ist eine satirische politische Allegorie. Biedenkopf benutzt das Beispiel โFreibierโ, um seine Kritik am Sozialismus zu erklรคren.
Die Argumentationskette verlรคuft bewusst รผberzeichnet:
1๏ธโฃ Versprechen von Freibier fรผr alle โ Gleichheit.
2๏ธโฃ Verbot des Bierverkaufs โ niemand soll sich Vorteile kaufen kรถnnen.
3๏ธโฃ Gastwirte werden Staatsbedienstete.
4๏ธโฃ Brauereien werden verstaatlicht.
5๏ธโฃ Hopfenanbau wird staatlich organisiert.
6๏ธโฃ Bรผrokratie wรคchst, Produktion sinkt.
7๏ธโฃ Qualitรคt sinkt, Bier wird mit Wasser โinflationiertโ.
8๏ธโฃ Rationierung รผber Bierkarten.
9๏ธโฃ Schwarzmarkt entsteht.
Damit wollte Biedenkopf eine Kritik an planwirtschaftlichen Systemen illustrieren:
โ Staatliche Gleichheitsversprechen fรผhren u. a. zu Bรผrokratie, Produktionsrรผckgang, Qualitรคtsverlust und Schwarzmรคrkten.
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1976 befand sich die Bundesrepublik im ideologischen Wettbewerb mit sozialistischen Systemen des Ostblocks.
Die Rede war daher:
โข Wahlkampf-Rhetorik der Union
โข eine pointierte, humorvolle Attacke auf sozialistische Wirtschaftspolitik
โข bewusst im bayerischen Bier-Milieu formuliert, um das Publikum zu erreichen.
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Die โFreibierstrategie des Sozialismusโ wurde spรคter oft zitiert, weil sie:
โข ein prรคgnantes Beispiel politischer Satire ist
โข komplexe wirtschaftspolitische Kritik in ein leicht verstรคndliches Bild รผbersetzt.
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๐ Lesen Sie hierzu die Ausfรผhrungen in der Anlageย
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